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3. Tag

Von Whitesands nach Solva. Das Wetter ist sehr schön. Laut Buschauffeur soll dies die nächsten zwei Wochen so bleiben. Die Natur zeigt sich von ihrer schönsten Seite, die Blumen sind in ihrer vollen Blütenpracht, ich sehe Vögel, die ich in der Schweiz wenig bis gar nicht zu Gesicht bekomme, wie z.B. den Fasan. Auch Hasen sehe ich immer wieder, dann natürlich Schafe und wilde Ponys. Der Buschauffeur hat mir noch gesagt, wo sich eine Bootstour lohnen würde, um „Puffins“ (Papageientaucher) zu sehen. Leider habe ich den Namen des Ortes vergessen. Mal schauen, evtl. mache ich wirklich mal eine Bootstour, um Wasservögel und Robben zu sehen.

Ich bin auch hell begeistert von der Hilfsbereitschaft der Leute hier. Wann immer ich einen „verlorenen“ Eindruck mache, werde ich gefragt, ob ich mich verlaufen hätte. Dann zeigen sie mir auf der Karte, wo ich mich gerade befinde und geben mir noch Tipps mit. Einfach nur berührend…

Das Laufen entlang der Küste war genauso herrlich wie die beiden ersten Tage, allerdings nicht mehr ganz so lang. Solva ist ein hübsches kleines Hafenstädtchen, welches in 2 Teile aufgeteilt ist: in einen unteren und einen oberen Teil. Beim Ankommen im Städtchen überlege ich mir, erst den Rucksack in meiner Unterkunft zu deponieren, da ich mit den Wandersandalen gelaufen bin und die Wanderschuhe heute trage, was zusätzliches Gewicht bedeutet. „Denken ist eine Kunst“, pflege ich gerne als Scherz zu sagen. Heute bin ich der beste Beweis dazu: Ich habe ein winzigkleines, aber wunderschönes Cottage gemietet, welches sich ausserhalb des Städtchens befindet. Der Weg dorthin ist zeit- und „kilometerfressend" 😉. Ich richte mich kurz im Cottage ein und dusche ausgiebig. Dann ziehe ich frische Kleider an und mache mich auf den Weg zurück ins Städtchen, um meine Essensvorräte aufzufüllen. Da es mir im Häuschen so gut gefällt, möchte ich heute Abend nicht in einem Pub essen, sondern mir selbst etwas kochen. Die Ausstattung des Cottages ist typisch englisch, das Bad z.B. ist ganz auf „Meer“ eingestellt. Fisch- und Schiffsdekorationen in den Farben rot, weiss und blau. Mir gefällt’s!

Nach dem Essen (es gab feinen Reis) schaue ich noch etwas fern, obwohl ich dies nicht unbedingt gross kultivieren möchte während meinem Aufenthalt in Wales. Viel mehr möchte ich den direkten Kontakt zu den Einheimischen, um mehr über deren Leben zu erfahren. Mir fällt auf, dass es mir recht schwer fällt, in Meditation oder gar Stille zu gehen. Dies möchte ich unbedingt intensiver machen. Bevor ich mich müde in mein Bett lege, untersuche ich vorsichtig meine Füsse. Juhuii, heute keine neuen Blasen :-). Mit den Sandalen scheinen sich meine Füsse wohlzufühlen. Danke, lieber Gott, dass du mich diese hast einpacken lassen!



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